Tourismus-Apps

Grundlagen

„Apps“ sind Applikationen die sich auf jegliche Arten von Anwendungssoftware beziehen. Das bedeutet neben mobilen Applikationen gibt es auch Applikationen für Computer, Laptops und Tablets. Wenn wir von sogenannten „Apps“ sprechen, sind aber in der Regel mobile Applikationen gemeint.

Mit der Präsentation des ersten iPhones im Januar 2007 wurde auch der Begriff „App“ für Mobiltelefone geboren. Diese Apps waren anfänglich sehr reduzierte und somit eher einfache Programme. Mit der rasanten Entwicklung der Mobiltelefone zu modernen Smartphones, wie wir sie heute kennen, hat nun ein Großteil der Menschheit weltweit Hochleistungsrechner in Taschenformat zur Verfügung. Mit Hilfe von drahtlosen Datennetzwerken ist eine Anbindung ans Internet möglich. Aufgrund dieser Entwicklung sind Apps heute komplexer und für sämtliche Lebensbereiche verfügbar. Apps für Sport, Politik, Nachrichten, Wetter, Auskünfte und Reisen sind nur einige Beispiele von unzähligen. Ein Großteil der Apps ist kostenlos aber es gibt ebenso kostenpflichtige Apps.

Um die Programme auf den Mobiltelefonen installieren zu können, gibt es unterschiedliche Anbieter. Für Android Geräte gibt es Google Play, für iPhones den Apple Store und für Amazon Geräte gibt es noch den Amazon Appstore. Google Play verfügt über die meisten Apps. Heute sind es 3.633.100 Apps und es werden täglich mehr.  

Tourismus-Apps sind für die Planung, Durchführung und Nachbereitung einer Reise kaum noch wegzudenken und werden auch in Zukunft an Relevanz gewinnen. Einige App-Anbieter ermöglichen es, die gesamte Reise mithilfe einer App zu buchen. Dazu zählen die Angebote von Reiseveranstaltern oder weitere bekannte Apps wie "momondo",  "swoodoo" oder "kayak". Dabei können Pauschalreisen gebucht werden aber ebenso sämtliche Einzelleistungen. Die wohl bekannteste App für die Buchung einer Beherbergung ist die App "booking.com" von dem Unternehmen "Booking Holdings Inc." Während der Reise gewinnen Apps vermehrt an Beliebtheit. Dabei können Apps als digitaler Reisführer oder zur spontanen Buchung eines Mietwagens eingesetzt werden. Darüber hinaus sind während der schönsten Zeit des Jahres auch Navigations-, Wetter- und Kommunikationsapps sehr beliebt und hilfreich. Nach einer Reise möchten die Nutzer ihre Erlebnisse gerne in sozialen Netzwerken teilen oder persönliche Fotobücher erstellen. Hierfür existieren viele Apps die diesen Bedürfnissen nachkommen.

Unter der Kategorie „Reisen“, stehen in den verschiedenen Appstores mehr als 125.000 Apps zur Verfügung. Im weiteren Verlauf sollen wichtige Tourismus-Apps für die Reisevorbereitung, Reisedurchführung und Reisenachbereitung vorgestellt werden. Die nachfolgende Darstellung der Customer Journey ermöglicht einen ersten Überblick über die Anwendung von Applikationen in den verschiedenen Phasen der Customer Journey.

 



 
 

Zukunftsaussichten

Betrachtet man die Entwicklung der Apps von 2007 bis heute ist die Entwicklung enorm und die Apps sind aus unserem Leben kaum noch wegzudenken. Experten der Mobilbranche gehen aber davon aus, dass sich in den nächsten fünf bis zehn Jahre viel ändern wird. Die Millionen von Apps die in den Stores verfügbar sind führen dazu, dass diese zu einer unübersichtlichen „Grabbelkiste“ geworden sind. Für den Nutzer ist es deshalb schwierig sich für eine passende App zu entscheiden, da diese oftmals den Überlick verlieren. Aus diesem Grund bleibt den meisten Nutzern nichts anderes übrig, als sich auf die Bewertungen der Apps zu verlassen.

Experten gehen davon aus, dass in Zukunft Messenger wie z. B. der Facebook-Messenger oder auch WhatsApp zu einer rundum Anwendung werden. Dann kann über diese Programme nicht nur kommuniziert werden, sondern auch Tickets für Bahn und Flug gebucht werden, das Wetter kann direkt abgefragt und ein Arzttermin kann innerhalb dieser Anwendung ebenfalls vereinbart werden. Die Messenger haben somit unendliche Funktionen, die ständig erweitert und individuell an den Anwender angepasst werden können. Damit entfällt das ständige Herunterladen von neuen Apps und vor allem das lästige hin- und herspringen zwischen verschiedenen Apps. Der Nutzer sagt per Spracherkennung was er braucht und der Messenger organisiert als Assistent, Features und Anwendungen im Hintergrund, ohne dass sich der Anwender selbst aktiv darum kümmern muss. Das führt für den Nutzer zu einer erheblichen Zeitersparnis. Solche Spracherkennungsassistenten sind seit Ende 2016 auf dem Markt erhältich und werden vermehrt in deutschen Haushalten installiert. Damit sind Geräte wie "Alexa", "Siri", "Echo" "Cortana" und "Google Home" gemeint. Diese Spracherkennungsassistenten, die derzeit vor allem zuhause eingesetzt werden, sind erste Anzeichen dafür, dass auch auf mobilen Geräten der Trend zu intelligenten Spracherkennungsassistenten geht und somit im Laufe der Zeit die Apps ersetzten werden.